Die Arbeitsgruppe „Antike Welten – Moderne Perspektiven“ vereint Promovierende verschiedener altertumswissenschaftlicher Disziplinen, deren Forschungsschwerpunkte und -interessen den Bereich der Antike vom frühen Griechenland bis in die späte Kaiserzeit abdeckt. Im Rahmen der AG-Arbeit sollen im interdisziplinären Austausch zwischen der Alten Geschichte, der Klassischen Archäologie und der Klassischen Philologie sowie deren Nachbardisziplinen und angrenzenden Fächern moderne Forschungsansätze zur Antike ergebnisorientiert diskutiert werden. Damit gestaltet die Arbeitsgruppe maßgeblich den wissenschaftlichen Austausch junger ForscherInnen der Altertumswissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Der gemeinsame Bezugsrahmen der Arbeitsgruppe ergibt sich zunächst aus dem spezifischen Profil der Freiburger Altertumswissenschaften, die sich heute vor allem als Kulturwissenschaft des Mittelmeerraums verstehen, was teilweise in der thematischen, vor allem jedoch in der methodischen Ausrichtung der Dissertationsprojekte der AG-Mitglieder zum Ausdruck kommt. Schließlich verweist die Chiffre von der Altertumswissenschaft als Kulturwissenschaft auf die prinzipielle Offenheit ihres wissenschaftlichen Feldes, das sich durch vielfältige Überlappungen mit anderen Disziplinen auszeichnet und sich gegenüber Methoden und Theorien, die in anderen Fächern entwickelt wurden, nicht verschließt. Zugleich evoziert ein kulturwissenschaftlicher Zugang ein vielfältiges methodisches Vokabular, das zwischen operationalisierbaren Analysekategorien und eher unscharfen Metaphern oszilliert. Hieraus ergeben sich für die Mitglieder der Arbeitsgruppe im Rahmen ihrer jeweiligen Dissertationsprojekte ähnlich gelagerte Fragestellungen nach der konkreten Anwendbarkeit verschiedener kulturwissenschaftlicher Schlüsselkonzepte, die im Rahmen der Arbeitsgruppe sukzessive problematisiert und diskutiert werden sollen.

Entsprechend stehen im Zentrum der AG-Arbeit thematisch verknüpfte Theoriesitzungen, in denen ein übergreifender Bezug zu verschiedenen Dissertationsvorhaben der AG-Mitglieder hergestellt wird. Dabei wird unter anderem die Anwendbarkeit verschiedener Raumkonzepte, die sich im Zuge des spatial turn herausbildeten, diskutiert oder nach den Erkenntnismöglichkeiten gefragt, die die Anwendung von Konzepten der Medien- und Kommunikationstheorie auf die griechisch-römische Antike des Mittelmeerraumes eröffnen.